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27.11.2013

CfP: Digital Humanities – methodischer Brückenschlag oder ‚feindliche Übernahme‘? Chancen und Risiken der Begegnung zwischen Geisteswissenschaften und Informatik: Jahrestagung der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum

  • Ort: Passau
  • Beginn: 25.03.14
  • Ende: 28.03.14
  • Disziplinen: Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft
  • Sprachen: Sprachenübergreifend
  • Frist: 15.12.13

I. Allgemeine Information / Inhalte

Die „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd)“ bitten um die Einreichung von Abstracts zur ersten Jahrestagung nach ihrer Gründung auf der DigitalHumanities 2012 in Hamburg.

 

In der internationalen Tradition dieser Tagungen bitten wir um Beiträge in der ganzen Breite des Fachgebiets. Darunter möchten wir besonders auf vier Themenbereiche hinweisen, die uns für die derzeitige Diskussion besonders fruchtbar erscheinen:

 

(1) Geisteswissenschaften und Informatik.

Auch, aber nicht nur, durch die Förderaktivitäten des BMBF in Deutschland in den letzten Jahren, gibt es im deutschsprachigen Raum derzeit ein Interesse der Informatik an den Geisteswissenschaften, das in dieser Form kaum Parallelen hat. Über durchaus auch erwünschte Projektberichte hinaus bitten wir daher insbesondere um Beiträge, die die Frage thematisieren, welche Chancen für beide Seiten sich dadurch öffnen, aber auch wie die Interessen der unterschiedlichen Disziplinen ausgeglichen werden können. Wer bestimmt die traditionelle Ansätze übergreifenden Forschungsagenden?

 

(2) Digitale Infrastrukturen für die Geisteswissenschaften.

Bei der effektiven, über konzeptuelle Planungen hinausgehenden, Etablierung dedizierter digitaler Infrastrukturen für die Geisteswissenschaften dürfte der deutschsprachige Raum derzeit führend sein. Auch hier bitten wir, über Projektberichte hinaus, um Beiträge, die explizit die Frage thematisieren auf welche Weise die Anforderungsprofile an diese Infrastrukturen bestimmt werden sollen und wo im Wissenschaftssystem sie insgesamt zu verankern sind.

 

(3) Vom analytischen Mehrwert digitaler Werkzeuge für die Geisteswissenschaften.

Der wichtigste Wandel in den digitalen Geisteswissenschaften in den letzten zehn Jahren ist insbesondere eine Verlagerung von der Frage, wie digital gestützte Verfahren analytischen Mehrwert erbringen können, zur Frage wie die Netze zur Darstellung und Präsentation geisteswissenschaftlicher Quellen und Ergebnisse genutzt werden können. Wir bitten um Beiträge, die den analytischen Wert der Informationstechnologien begründen.

 

(4) Digitale Kommunikation in den Geisteswissenschaften.

Die sozialen Medien haben in den letzten Jahren die Kommunikation in Lehre und Forschung sehr stark verändert. Die damit zusammenhängenden Fragen wurden dabei aber häufig außerhalb des „harten Kerns“ der digitalen Geisteswissenschaften diskutiert. Wir bitten um Beiträge, die die methodische Signifikanz der neuen Medien in Lehre und Forschung reflektieren.

 

Unabhängig von dieser Schwerpunktsetzung, die sich in der Tagungsorganisation widerspiegeln wird, bitten wir aber auch ausdrücklich um Beiträge zu allen Bereichen der digitalen Wissenschaften. Dazu gehören unter anderem:

 

* Alle Aspekte der Modellierung geisteswissenschaftlicher Inhalte und Forschungsprozesse.

* Probleme des Markup und anderer Ansätze zur Formalisierung von Inhalten, insbesondere auch im Bereich der semantischen Technologien.

* Durch die Informationstechnologien ermöglichte neue Methoden.

* Softwarewerkzeuge für die Geisteswissenschaften.

* Beispiele für disziplinspezifische Anwendungen in der ganzen Breite der Geisteswissenschaften, sowohl in ihren objektbezogenen (Archäologie, Ur- und Frühgeschichte, Kunstgeschichte etc.) als auch in ihren textbezogenen Ausprägungen.

* Digitale Geisteswissenschaften: Curricula und Abschlüsse.

* Multimediale Möglichkeiten, 3D Anwendungen, VR und AR, digitale Kunst.

* Computerspiele als Studienobjekt und Werkzeug, insbesondere Serious Games.

* Kuratorische Aspekte der digitalen Verfahren (Bibliotheken, Archive, Museen).

* Mobile Devices.

 

II. Vorläufiges Programm

 

* Keynote John Nerbonne, Groningen: Die Informatik als Geisteswissenschaft.

* Kontroversdiskussion Gerhard Heyer, Leipzig v. Manfred Thaller, Köln: Grenzen und Gemeinsamkeiten: Die Beziehung zwischen der Computerlinguistik und den Digital Humanities.

* Kontroversdiskussion Achim Bonte, Dresden / Thomas Stäcker, Wolfenbüttel: Infrastruktur für DH, aber richtig

* Keynote Katja Kwastek, Amsterdam: Vom Bild zum Bild. Digital Humanities jenseits des Texts.

* Mitgliederversammlung Dhd

* Workshops, Vorträge, Poster

 

Die Konferenz-Website enthält das vollständige Programm: dhd2014.uni-passau.de

 

III. Allgemeine Information / Formales

 

Es können eingereicht werden:

* Poster (Abstract von maximal 750 Wörtern).

* Vorträge (Abstract von maximal 1500 Wörtern).

* Sektionen mit mehreren Beiträgen (drei Vorträge pro Sektion, ein Abstract pro Vortrag, ein Abstract von ca. 500 Wörtern, das die übergeordnete Fragestellung der Sektion beschreibt).

* Panels (minimal 3, maximal 6 TeilnehmerInnen, ein Abstract von maximal 1500 Wörtern).

* Vor der Konferenz stattfindende Workshops (Vorschlag von maximal 1500 Wörtern).

 

Die Homepage der Konferenz findet sich unter dhd2014.uni-passau.de. Technische Hinweise zur Einreichung der Abstracts über ein Konferenzsystem sowie alle weiteren benötigen Informationen - insbesondere auch Ansprechpartner für Rückfragen - werden in Kürze dort veröffentlicht werden. Die Frist für die Einreichung aller Arten läuft am 15.12.2013 um Mitternacht GMT ab. Eine Benachrichtigung darüber, ob der Beitrag angenommen wurde, wird am 15.01.2014 versandt.

 

Die primäre Sprache der Veranstaltung ist Deutsch. Englische Beiträge werden akzeptiert. In der Regel wird erwartet, dass von einem Verfasser / einer Verfasserin / einer Projektgruppe nur ein Poster oder Vortrag eingereicht wird. Eine Beteiligung von Beiträgern darüber hinaus an einem Panel oder Workshop ist jedoch möglich.

 

1) Posterpräsentationen

Poster (Abstracts: 500-750 Wörter) können zu jedem Thema des Call for Papers eingereicht werden, insbesondere aber auch den Stand einzelner Projekte darstellend beschreiben oder Software demonstrieren.

 

2) Vorträge

Vorträge (Abstracts: 750 bis 1500 Wörter) stellen unveröffentlichte Ergebnisse dar, und / oder berichten über die Entwicklung von signifikanten neuen Methoden oder digitalen Ressourcen und / oder stellen ein methodisch theoretisches Konzept dar. Für die einzelnen Vorträge sind 20 Minuten Präsentationszeit und 10 Minuten für Fragen vorgesehen. Kurzvorträge sind nicht vorgesehen: Es wird erwartet, dass die behandelten Themen, auch wenn nicht abgeschlossen, mindestens signifikante Zwischenergebnisse vorweisen können. Die bloße Ankündigung von Vorhaben, zu denen noch keine Zwischenergebnisse vorliegen, ist nicht möglich.

 

3) Sektionen

Diese bestehen aus drei Langvorträgen zu einem übergeordneten Thema. Neben den Abstracts der einzelnen Vorträge ist ein Abstract des Organisators / der Organisatorin einzureichen, das in etwa 500 Wörtern das übergeordnete Thema der Sektion, bzw. den Zusammenhang zwischen den einzelnen Beiträgen darstellt.

 

4) Panels

Bieten drei bis sechs TeilnehmerInnen die Möglichkeit ein Thema auf der Basis einleitender Kurzvorträge zu diskutieren. In der Regel wird erwartet, dass von der 90-minütigen Sitzung je ein Drittel auf die vorbereiteten Statements, die Diskussion innerhalb des Panels und die Diskussion des Panels mit dem Publikum entfällt. Die Panel-OrganisatorInnen reichen eine kurze Beschreibung des Themas im Umfang von 750-1500 Wörtern und bestätigen die Bereitschaft der nominierten TeilnehmerInnen, an dem Panel teilzunehmen.

 

5) Vor der Konferenz stattfindende Workshops

Von TeilnehmerInnen an Workshops, die vor der Konferenz stattfinden, wird erwartet, dass sie sich für die ganze Konferenz anmelden. Workshops dauern einen halben Tag.

 

Die Vorschläge sollten die folgenden Informationen enthalten:

* Titel und eine kurze Beschreibung des Themas (750 bis 1500 Wörter).

* Die vollständigen Kontaktdaten aller benannten Beiträger sowie einen Absatz zu deren Forschungsinteressen.

* Die Zahl der erwarteten TeilnehmerInnen.

* Angaben zu einer etwa benötigten technischen Ausstattung.

* Der workshopspezifische Call for Papers, falls ein solcher veröffentlicht wird.

 

Programmkomitee:

Prof. Dr. Tara Lee Andrews, Universität Bern; Prof. Dr. Andreas Fickers, Université du Luxembourg; Prof. Dr. Reinhard Förtsch, Deutsches Archäologisches Institut Berlin; Prof. Dr. Gerhard Lauer, Universität Göttingen; Prof. Dr. Claudine Moulin, Universität Trier; Prof.Dr. Malte Rehbein, Universität Passau; Dr. Thomas Stäcker, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel; Prof. Dr. Manfred Thaller, Universität zu Köln

Von:  Elisabeth Burr

Publiziert von: RZ